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Mittwoch, 24. Februar 2010
Everybody get up it's time to slam now
We got the real jam goin' down...
Quad City DJs
Noch bis vor ein paar Jahren habe ich mich noch so gut wie gar nicht damit beschäftigt. Was sollte ich mir auch bitteschön darunter vorstellen? Ich dachte es wäre ähnlich wie bei einem Rap Battle vor, bei dem sich zwei Rapper gegenseitig mit Reimen "dissen". Das war wohl auch der Grund dafür, dass ich den Ausdruck "Poetry Slam", eher als ein neues Modewort für etwas Bekanntes abwertete. Wie dem auch sei; den "ersten Kontakt" mit Poetry Slam Künstlern, hatte ich mit der Gruppe SMAAT. Dank YouTube hatte ich die Möglichkeit, mir mein Lieblingsstück dieser Gruppe immer wieder anzuschauen - nämlich "der dunkle Overlord".
Dienstag Abend, den 23. Februar 2010 - ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen - wurde ich nach der Arbeit vom #ksmt-Urgestein Duesiblog vor meinem "Weißen Haus", dem inoffiziellen Regierungssitz der Mannheimer Innenstadt, abgeholt. Ziel unsere Fahrt war das Restaurant Hutter im Schloss in Weinheim. Dort fand um 20h nämlich ein Poetry Slam statt. Es galt heute den hoch-seh-tauglichen Michael -mikel- Bauer bei seinem ersten Poetry Slam Auftritt zu unterstützen. Auch auf die Anfeuerungsrufe von 25cl, Rainer Emese und Begleitung konnte mikel sich verlassen. Die Location war zwar wunder-wunderschön, aber für ein Event dieser Art, meiner Meinung nach leider ungeeignet. Man stelle sich einen etwa 24x8m großen Raum vor, logischerweise Altbau - immerhin ist es das Restaurant im Schloss - mit hohen Decken, mit Stuck verzierte Wände und imposanten Kronleuchtern. Wer sich das nicht Vorstellen möchte, der kann auch einfach das Bild links anschauen. Klingt an sich ja alles gut, allerdings war die eine Hälfte des Raumes, wie auf dem Bild zu sehen ist, mit Tischen belegt, so dass der Großteil des Publikums stehender Weise dem Wortwitz der Akteure lauschen musste, was bei einer Länge von ungefähr drei Stunden schon in die Beine gehen kann. Außerdem nahmen die stehenden Zuschauer den sitzenden unbeabsichtigt die Sicht.
Was das Starterfeld der Slammer angeht, waren die Teilnehmer bunt gemischt. Sowohl Weiblein, wie auch Männlein, Debütanten und alte Hasen. Die acht Slammer waren in zwei Gruppen aufgeteilt, welche jeweils nacheinander auftratten. Nachdem eine Gruppe durch war, qualifizierten sich per Zuschauerwahl jeweils die beiden meist gewählten einer jeden Gruppe für die Finalgruppe. Den Beitrag von mikel AKA kurzdielyrik habe ich aufgezeichnet um Ihn zum einen für die Nachwelt zu konservieren und zum anderen, weil ich vielleicht gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Knapp am Finale vorbeigeschlittert, lauschten wir den Finalisten die den Veranstaltern die Siegerfrage schwer machten. Warum? Der Gewinner sollte aufgrund "eindeutigen" Applauses festgestellt werden. Allerdings war das leichter gesagt als getan, da es zwei Slammer gab, bei denen es den Eindruck erweckte, als würde das Publikum am liebsten beide auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes stehen sehen. Aus diesem Grunde wurde der Finalrunde "flott" eine weitere finale Finalrunde angehängt, in der sich dann Aaron Schmitt und Hanz gegenüberstanden um den Poetry-Thron zu erklimmen. Dieses Stechen entschied Hanz zu seinen Gunsten, seinen finalen Finalbeitrag seht ihr unten. Wie er später verriet, befindet er sich gerade auf einer großen Slamtour, bei der er fast täglich in einer anderen Stadt auftritt. Respekt!
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