Am Anfang

Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von Manuel Scheidweiler

 

„Am Anfang war es mehr'n Gedanke der Name unseres Stadtteils den damals eigentlich keiner kannte…“

 

Rödelheim Hartreim Projekt - Für immer und ewig

 

So oder so ähnlich könnte ein Blog anfangen, allerdings nicht meiner, eher der von Moses Pelham. Moses Pelham habe ich das erstemal mitte der 90er gehört als er noch Teil des Rödelheim Hartreim Projekts war. Wieder an diese Zeit erinnert wurde ich im März diesen Jahres als ich ohne groß darüber nachzudenken einen Textteil aus einem seiner Lieder vorgetragen habe. Ein paar Tage später kamen dann seine CDs ins Haus geflattert, welche ich bei eBay nachgekauft habe. Da ich die Originale nicht finden konnte gehe ich davon aus, dass sie einen der Umzüge nicht überstanden haben. Allerdings verbitte ich es mir aufgrund der Tatsache, dass ich etwas nicht gefunden habe Rückschlüsse auf den Ordnungszustand meines Zimmers zu treffen. Jedenfalls hat Moses sich nun zu Künstlern wie Michael Jackson oder Paul Kalkbrenner auf meinem MP4-Player gesellt. Worum es in diesem ersten, konstituierenden Eintrag geht, ist eine Klärung meiner Beweggründe warum ich anfange zu bloggen und was den mündigen Leser hier erwartet, wenn er auf eigene Gefahr anfängt sich die Produkte meiner Hirnwindungen durchzulesen.

 

Man kann nicht gerade sagen das der Entschluss eine Internetpräsenz zu eröffnen über Nacht kam. Es war viel mehr ein langer Entwicklungsprozess, der damit anfing das es irgendwann chic wurde, doch eine eigene Homepage zu besitzen und sich der Welt auf diese Art mitzuteilen. Da ich aber zu dem damaligen Zeitpunkt von HTML und CSS so wenig verstanden habe wie vom Klavierspielen, blieb das Thema HP erstmal in der geistigen Todo-Liste. By the way: Klavierspielen lernen steht immer noch auf dieser Liste, hat an Priorität allerdings stark abgenommen seit ich einen Bud Spencer und Terence Hill Film gesehen habe bei dem dies hier zum Einsatz gekommen ist. Weiter ging es mit der Eröffnung eines Forums, welches für Ehemalige des Kurpfalzgymnasium Mannheim gedacht war - als Stufenforum sozusagen - sich dann aber zu einem "Gute Freunde" Forum entwickelte. Diese Plattform hat maßgeblich dazu beizutragen sich nie aus den Augen zu verlieren, ganz gleich in welche Ecke der Welt es den einen oder anderen in Folge seines Studiums gezogen oder verschlagen hat. So entstand dann im Juni 2004 auch der Verein der „Nichtunterschätzer des subjektiven Faktors im objektiven Verlauf“ (kurz: NU). Im Februar 2006 kam dann der Tag an dem mein „bester guter Freund“ angefangen hat seinen eigenen Blog zu betreiben. So wurde meine Favoritenliste um einen Eintrag reicher und ich erhielt einen etwas anderen Einblick in seinen Alltag. Sachen die Ihn beschäftigen, die er erlebt hat oder einfach nur Juristendeutsch. 2007 fing ich dann im Zuge meiner Ausbildung an ganz neue Einblicke in die Wunderwelt IT zu bekommen und kam so auf der Arbeit natürlich auch mit Leuten in Kontakt, die damit ihr Sprichwörtliches „täglich Brot“ verdienen. Von da an war es nur eine Frage der Zeit bis diese Seite realisiert wurde, doch zuerst kam im Jahr 2009 ein für mich neue Plattform ins Spiel des Lebens: Twitter. Warum nicht erst mal klein anfangen, Microblogging sozusagen. Anfang Mai 2009 war es dann auch soweit - ich sicherte mir einen Twitteraccount und fing an. Doch worüber berichtet man nun so, wenn man etwas twittern möchte? Der ein oder andere berichtete von der TV Sendung, die er gerade verfolgte. Wieder andere nutzten es für Chat ähnliche Gespräche obwohl sie laut eigenen Tweets im selben Büro arbeiteten. Ich erkannte, dass die Regel lautete „es gibt keine Regeln“ - getwittert werden kann und darf über alles und jeden, es bleibt einem selbst ja überlegen was lesen möchte und was nicht. Und schon kurz darauf wurde mir eines Abends vorm Einschlafen bewusst, dass ich wenn ich jetzt schon einen Nicknamen bei Twitter habe, ich mir wenigstens schon einmal die Domain sichern sollte, damit ich, wenn die Zeit reif ist einen eigenen Blog zu starten, diese nicht schon vergeben ist und ich in die Röhre schaue wie man so schön sagt. Gesagt getan, am nächsten Tag schon habe ich mir www.Priesterzions.de gesichert. Nun vergingen erst mal wieder 4 Monate bis ich mich vor 7 Tagen mit meinem Arbeitskollegen daran machte die Seite einzurichten.

 

Was meine Motivation zu schreiben angeht, bin ich guter Dinge. Allerdings hat mich das Erstellen dieses Beitrages, rein Inhaltlich, die letzten Tage schon beschäftigt, so dass ich lieber schon Folgebeiträge geschrieben hätte, als diesen "ersten" aus meiner Sicht nicht unwichtigen Beitrag. Ich hatte diesen Beitrag oft, wenn ich kurz Zeit hatte, geistig versucht zu Skizzieren, bin mir aber sicher sobald etwas Zeit vergangen ist, fallen mir noch hunderte kleinerer Details ein, die hier rein gehören. Geholfen hat es mir mich an die Worte des berühmten Schriftstellers William Forrester zu erinnern: „Die erste Fassung schreibt man mit dem Herzen, überarbeitet sie mit dem Kopf. Der erste Schritt zum Schreiben besteht darin zu schreiben, nicht zu denken.“

 

Was bekommt man hier zu lesen? Schwer zu sagen sich da so früh festzulegen oder Prognosen aufzustellen. Die Schwierigkeit fiel mir übrigens schon auf als es darum ging Kategorien fürs spätere Design festzulegen. Ich stelle es mir aber so vor: ich schreibe über Sachen die mir durch den Kopf gehen, die ich erlebt habe, aber auch über Cineastisches wie Serien oder Filme die ich gesehen habe, der Artikel der mich morgens in der Straßenbahn zum Nachdenken angeregt hat, oder einfach ein Fundstück aus dem www.

 

Einen Dank möchte ich noch einmal an alle richten die mir bei der Konzeption bis hin zur Umsetzung geholfen haben!

 

Amen

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0