Fielmann - Meine erste Brille - Mexx

Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von Manuel Scheidweiler

 

"Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut"

Wilhelm Busch

 

Heute möchte ich euch die Geschichte erzählen, wie ich zu meiner ersten Brille kam, oder sie zu mir, wer weiss das schon so genau. Also zunächst einmal war es ein großer Zufall, der damit begann, dass ich eine ehemalige Mitschülerin zu ihrem Optiker begleitete. Sie brauchte neue Kontaktlinsen und musste einen Sehtest machen, der wie folgt aussah. Sie saß auf einem Stuhl etwa 7 meter mir gegenüber und musste auf einen Spiegel schauen, der über mir hing auf eine Tafel die über ihr hing. Als ich diese Konstruktion in dem kleinen Raum sah dachte ich noch, "Not macht erfinderisch". Jedenfalls hatte sie sichtlich Probleme die vorletzte Zeile zu erkennen, ich allerdings nicht und zog sie darum etwas auf. Daraufhin bot mir der Optiker an doch selbst einmal Platz zu nehmen und mein Glück zu versuchen - gesagt getan.

Da sass ich also und schaute auf den Spiegel unter dem ich noch 2 Minuten meine überlegene Sehfähigkeit zur Schau stellte und musste einsehen, dass ich nun doch nicht mehr all zu viel sehe. Doch wie nur ein Geist meiner Größe es kann, sah ich es schnell ein und entschuldigte mich für meine flapsigen Bemerkungen. Mit dieser neuen Erkenntnis im Rucksack machte ich alsbald einen Termin bei meinem Augenarzt aus. Dieser bestätigte, dass ich gerade für das Arbeiten an einem PC eine Brille bräuchte und auch sonst sei ich im großen und ganzen Kurzsichtig. Ich sage im großen und ganzen da ich auf einem Auge kurz,- und auf dem anderen Auge weitsichtig bin, allerdings in der Summe wohl die Kurzsichtigkeit die Oberhand hat. Die nächste alles entscheidende Frage war also die Frage nach einem Optiker. Durch die Werbung hört man viele Namen, aber die beiden eindringlichsten waren für mich Apollo und Fielmann. Generell tendiere ich eher dazu kleine Läden - bei gleicher Leistung - zu bevorzugen. Da es sich aber um meine erste Brille handelte und ich persönlich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Optiker kannte, entschied ich mich dem Rat einiger Freunde zu folgen und Fielmann die erste Chance zu geben, mich von deren Angebot zu überzeugen. Inzwischen kenne ich sogar einen Optiker, der sein Geschäft in Familientradition führt, nämlich Optik Drochner aus Angermünde. Mit 326 km² ist Angermünde eine der flächengrößten Städte Deutschlands (die Fläche entspricht etwa der Größe Bremens oder Dresdens). Und wer weiss, würde ich so einen Optiker dem ich "vertraue" in meiner Umgebung haben, wäre es wohl sehr wahrscheinlich, dass ich bei gleicher zu erwartender Leistung wohl eher das Familienunternehmen vorziehen würde.Bei Fielmann an meinem zugewiesenen Tisch wartend, fragte ich mich erneut die selbe Frage, die mir jedesmal durch den Kopf geht, wann immer ich einen Optiker sehe "Tragen die Verkäufer alle Brillen weil sie diese wirklich brauchen oder nur um Werbung für Ihre Modelle zu machen". Die Verkäuferin kam dann auch rasch und fragte was ich denn für Modelvorstellungen hätte. Doch das wusste ich leider selbst nicht so genau. Ich ging also zusammen mit Ihr durch den Laden und setzte zwei, drei Modelle auf um zu schauen, ob und wie mir diese stehen würden. Das Resultat sah meist relativ unbefriedigend aus und so bat ich die Dame doch eine gewisse Vorauswahl für mich zu treffen. Sie beschränkte sich bei der Auswahl auf rahmenlose Brillen und Brillen, bei denen nur oben ein Rahmen zu sehen war. Das war mir auch recht da ich mir vorstellte, dass es doch sicher sehr verwirrend sei, die Welt wie durch zwei Bilderrahmen zu betrachten . Jedenfalls hat dann, wie so oft im Leben, das teuerste Stück, welches man zur Auswahl hat, das Rennen gemacht nämlich die Mexx-Variante, die ich als letztes aufsetzte. Aber es half nichts, eine Brille muss ja nicht nur funktionell sein, sie muss ja in gewisser Weise auch ein modisches Accessoire sein. Zwar sehe ich die Brille selbst so gut wie nie, allerdings wäre es ein Verstoß gegen die Christliche Nächstenliebe gewesen, hätte ich mir ein andere Brille ausgesucht. Mit dem passenden Abholschein bestückt, konnte ich mich also auf den Anruf von Fielmann freuen. Laut Aussage meiner Beraterin würde es wohl sieben Werktage dauern. Und tatsächlich pünktlich zum Reformationstag kam ein Anruf von Fielmann, dass meine Brille fertig sei. Allerdings war ich gerade mit einem Freund beim Friseur, da wir beide mal wieder viel zuviel Wolle auf dem Kopf hatten . Es war auch schon 19h und ich war noch nicht an der Reihe, so wurde das zeitlich alles eng, da ich schon Wert darauf legte, dass meine Brille heute den Weg auf meine Nase findet. Nach dem Friseur bin ich dann erstmal zum Geldautomaten, um mir harte Währung zu besorgen. Im Grunde war alles recht knapp und wie so oft auf den letzten "Drücker", immerhin war ich erst fünf Minuten vor Ladenschluss bei Fielmann. Meinen Abholschein und das Geld zückend, wurde mir auch prompt meine neue Brille aufgesetzt und angepasst. Allerdings musste ich mich erst etwas an die Brille gewöhnen und so wurde der Weg nach Hause recht interessant. Nach ein bis zwei Wochen allerdings habe ich ganz vergessen, dass ich die Brille trage. Anfangs kam es jedoch noch vor, dass ich aus dem Haus ging und erst unten gemerkt habe... "Stop - du hast deine Brille" vergessen...". So das wars fürs Erste mit meiner ersten Brille . Wenns Dir/Euch gefallen hat, les den nächsten Eintrag über meine zweite Brille...

 

Amen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0